Verstärkung im Pastoralteam

Pfarrer em. Heinz-Josef Möller kommt zum Sommer 2023 nach St. Peter.

Hier stellt er sich vor...

Jetzt sind es bald 18 Jahre, dass ich in Voerde lebe und arbeite. In dieser Zeit habe ich mit den Christinnen und Christen vor Ort aus ursprünglich vier Gemeinden die neue Pfarrei St. Peter und Paul zusammengeführt und geleitet. Diese Jahre haben mich sehr mit den Menschen hier vor Ort verbunden. Nach diesen intensiven Jahren fällt mir das Weggehen im Sommer nicht leicht.

Sehr bewusst habe ich mich dazu entschieden, nach Recklinghausen zu gehen. Denn diese Stadt und ihre Gemeinden sind mir gut bekannt. 14 Jahre habe ich von 1991 bis 2005 die Canisiusgemeinde im Osten Recklinghausens geleitet und darüber hinaus 11 Jahre als Dechant die damals 21 Gemeinden kennengelernt und mit engagierten Christinnen und Christen das christliche Leben in der Stadt gestaltet. Diese Jahre haben mich sehr geprägt und habe sie bis heute nicht vergessen.

Ich habe damals in Hochlarmark engagierte Christinnen und Christen schätzen gelernt, die nach dem Weggang ihrer Pfarrer mit mir als Pfarrverwalter über längere Zeit die Gemeinden geleitet haben. Als der damalige Pfarrer Strümper aufgrund einer Krankheit für längere Zeit ausfiel, haben die Verantwortlichen vor Ort ohne viel Fragen das Gemeindeleben in Speckhorn lebendig gehalten. Und auch die schwierige Zeit in Hochlar ist mir deswegen noch sehr präsent, weil es den Menschen ein Anliegen war, vor Ort das Evangelium glaubwürdig zu bezeugen. Neben dem Engagement in den einzelnen Gemeinden waren aus allen Gemeinden Männer und Frauen im Stadtkomitee  bereit, die Hoffnung und Freude des Evangeliums in die Stadt hineinzutragen. Dem Caritasverband war es ein Anliegen, mit den Gemeinden vor Ort konkrete Hilfen für Menschen in Not zu gestalten. Mit dem Caritasverband haben wir in Canisius zu einem gemeinsamen Mittagstisch eingeladen.

Natürlich liegt das lange zurück. Ich weiß, dass sich unsere Kirche in dieser Zeit sehr gewandelt hat. Nicht nur die Struktur der Kirchen hat sich radikal verändert. Auch unsere Welt ist eine andere geworden. Festhalten geht nicht. Leben heißt immer auch Veränderung. Und verändern wird und muss sich in den kommenden Jahren noch vieles – auch und vor allem in unserer Kirche!

Geblieben ist für mich die Verbindung mit Menschen, die ich damals sehr schätzen gelernt habe. Geblieben ist auch das Wissen, dass das Evangelium vor Ort ein konkretes Gesicht bekommen muss und kann. Geblieben ist auch der Auftrag Jesu, dass wir der Welt auch zukünftig das geben sollen, was sie aus sich heraus nicht hat: Hoffnung, die in Gott gründet und mit uns konkret werden kann. Ich freue mich, demnächst dabei in Recklinghausen mitzumachen.