Die katholischen Kindertageseinrichtungen in Recklinghausen haben erstmals einen gemeinsamen stadtweiten Fachtag durchgeführt.
220 pädagogische Mitarbeitende aus den 22 katholischen Kitas kamen am 27. Januar im Paulushaus und in der Pauluskirche zusammen. In 20 Workshops bot sich ihnen die Möglichkeit, sich weiterzubilden, spirituell aufzutanken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der Fachtag machte vor allem eines deutlich: Die Kitas der Stadt sind gemeinsam eine große und tragfähige Gemeinschaft. Alte Bekanntschaften wurden vertieft, neue Kontakte geknüpft – sowohl untereinander als auch mit den Referent*innen der Workshops.
„Es war beeindruckend zu erleben, wie viel Energie entsteht, wenn wir alle an einem Ort zusammenkommen“, sagt Katharina Müller, Pastoralreferentin der Propsteipfarrei St. Peter Recklinghausen. „Wir sind zusammen viele – und gemeinsam können wir mehr erreichen.“
Startpunkt einer neuen Kooperation
Der Fachtag bildete den Auftakt zu einer neuen religionspädagogischen Kooperation der katholischen Kitas der Stadt. Diese Kooperation ist in Leitsätzen beschrieben, die mit dem Fachtag offiziell in Kraft treten.
Zentrale Grundlage ist eine gemeinsame Haltung: Alles, was in der Kita geschieht, geschieht mit Gott. Dazu gehören Gottesdienste und Geburtstagsfeiern ebenso wie Gespräche miteinander oder mit Gott, das Lesen in der Bibel oder in einem Bilderbuch.
„Diese Haltung verbindet unsere Einrichtungen und gibt unserem Tun Orientierung“, betont Katharina Müller. „In allem, was wir tun, ist Gott gegenwärtig – das prägt unseren Umgang mit den Kindern und miteinander.“
Konkrete Felder der Zusammenarbeit
Die Kooperation wird sich künftig besonders in drei Bereichen zeigen:
- religionspädagogische Fortbildungen,
- pastorale Ausrichtung und
- Kommunikation und Information zwischen den Einrichtungen.
Diese Elemente sind in den neuen Leitsätzen gebündelt und sollen den katholischen Kitas der Stadt eine gemeinsame Struktur und Richtung geben.
„Der Fachtag war ein starkes Zeichen dafür, dass wir diesen Weg wirklich gemeinsam gehen wollen“, sagt Katharina Müller. „Es tut gut zu spüren, dass wir mit unseren Fragen, Ideen und Erfahrungen nicht alleine sind.“

